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Lexikon

Malabsorption: Bedeutung und Zusammenhang mit Zöliakie

Redaktion · 1 Minuten Lesezeit · 11. August 2026

Kurz erklärt

Malabsorption bezeichnet die unzureichende Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm. Bei Zöliakie kann sie auftreten, wenn die Darmschleimhaut durch Gluten geschädigt ist.

Malabsorption ist ein medizinischer Fachbegriff und beschreibt eine gestörte Aufnahme von Nährstoffen im Dünndarm. Das bedeutet, dass Vitamine, Mineralstoffe, Fette, Eiweiße oder Kohlenhydrate aus der Nahrung nicht ausreichend ins Blut gelangen. Die Gründe dafür können vielfältig sein und reichen von Erkrankungen der Darmschleimhaut bis zu Problemen mit Verdauungsenzymen.

Im Zusammenhang mit Zöliakie spielt Malabsorption eine wichtige Rolle. Wird bei Zöliakie Gluten gegessen, kann das Immunsystem die Dünndarmschleimhaut schädigen. Die Folge: Die Oberfläche des Darms, die für die Aufnahme von Nährstoffen zuständig ist, wird kleiner und funktioniert schlechter. Dadurch kann es zu Mangelerscheinungen kommen, zum Beispiel an Eisen, Folsäure oder Kalzium.

Typische Anzeichen einer Malabsorption sind Durchfall, Blähungen, Gewichtsverlust oder Mangelerscheinungen. Allerdings können diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Eine genaue Abklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt ist deshalb wichtig.

Wird Zöliakie sicher diagnostiziert und eine streng glutenfreie Ernährung eingehalten, kann sich die Darmschleimhaut meist wieder erholen. Die Malabsorption bildet sich dann in der Regel zurück. Es dauert jedoch unterschiedlich lange, bis der Darm wieder normal arbeitet.

Malabsorption ist kein Zöliakie-spezifisches Problem, sondern kann auch bei anderen Erkrankungen wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder nach bestimmten Operationen auftreten. Eine individuelle medizinische Abklärung ist bei Verdacht auf Malabsorption immer notwendig.

Über diesen Beitrag

Autor:in
Redaktion
Veröffentlicht
11. August 2026
Quellenbasis
  • S2k-Leitlinie Zöliakie (AWMF/DGVS)
  • Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG)
  • NIDDK (National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases)

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien und zu den Quellen.

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