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Rezepte

Glutenfreie Spätzle selber machen: Rezept & Tipps

Redaktion · 3 Minuten Lesezeit · 23. September 2026 · Zuletzt geprüft: 5. Oktober 2026

Kurz erklärt

Glutenfreie Spätzle kannst du mit einer glutenfreien Mehlmischung und etwas Bindemittel selbst herstellen. Wichtig sind die richtige Teigkonsistenz, zertifiziert glutenfreie Zutaten und saubere Arbeitsgeräte, um Kontamination zu vermeiden.

Zubereitung
15 Min.
Backen/Kochen
15 Min.
Ruhen/Gehen
10 Min.
Gesamt
40 Min.
Ergibt
2–3 Portionen

Zeiten sind Richtwerte und hängen von Gerät und Mehlmischung ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Glutenfreie Spätzle sind mit einer geeigneten Mehlmischung und Bindemittel gut selbst herzustellen.
  • Alle Zutaten sollten als glutenfrei gekennzeichnet sein, um Kontamination zu vermeiden.
  • Für die Zubereitung eignen sich Spätzle-Sieb, -Presse oder ein Brett mit Messer.
  • Sauberkeit bei Geräten und Arbeitsflächen ist besonders wichtig.

Zutaten

Für 2–3 Portionen:

  • 250 g glutenfreie Mehlmischung (z. B. für Kuchen/Brot, mit Reis- und Maismehl)
  • 3 Eier (Größe M)
  • 100 ml Wasser (bei Bedarf etwas mehr)
  • 1 TL Bindemittel (z. B. Johannisbrotkernmehl oder Flohsamenschalenpulver)
  • 1 TL Salz
  • 1 EL neutrales Öl (z. B. Rapsöl)

Hinweis: Verwende ausschließlich als glutenfrei gekennzeichnete Produkte. Die Mehlmischung sollte für feine Teige geeignet sein.

Zubereitung

  1. Eier, Wasser, Öl und Salz in eine große Schüssel geben und gut verrühren.
  2. Die glutenfreie Mehlmischung und das Bindemittel nach und nach zugeben. Mit einem Holzlöffel oder Handmixer (Knethaken) kräftig zu einem glatten, zähflüssigen Teig verrühren. Der Teig sollte schwer reißend vom Löffel fallen – ggf. noch etwas Wasser oder Mehl ergänzen.
  3. Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Temperatur dann auf mittlere Hitze reduzieren, damit das Wasser nur noch leicht siedet.
  4. Den Teig portionsweise durch ein Spätzle-Sieb oder eine Spätzle-Presse ins Wasser drücken. Alternativ: Teig auf ein angefeuchtetes Brett streichen und mit einem Messer kleine Streifen ins Wasser schaben.
  5. Die Spätzle sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen (nach ca. 1–2 Minuten).
  6. Mit einer Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen und nach Wunsch weiterverwenden.

Tipps

  • Die Teigkonsistenz ist entscheidend: Er sollte nicht zu flüssig, aber auch nicht zu fest sein.
  • Bindemittel wie Johannisbrotkernmehl oder Flohsamenschalen sorgen für Elastizität und bessere Formbarkeit.
  • Spätzle können nach dem Kochen in etwas Butter oder Öl geschwenkt werden.
  • Reste lassen sich gut einfrieren und später in der Pfanne aufwärmen.
  • Für eine vegane Variante Eier durch Eiersatz (z. B. Apfelmus, Kichererbsenmehl) ersetzen – Konsistenz ggf. anpassen.

Kontamination vermeiden

  • Verwende ausschließlich saubere Arbeitsgeräte, Töpfe und Siebe, die nicht mit glutenhaltigen Mehlen in Kontakt gekommen sind.
  • Spätzle-Sieb, Presse oder Brett sollten gründlich gereinigt sein oder nur für glutenfreie Speisen genutzt werden.
  • Auch beim Kochen: Das Wasser darf nicht für glutenhaltige Nudeln verwendet worden sein.

Häufige Fragen

Welche glutenfreie Mehlmischung eignet sich am besten?

Für Spätzle sind Mehlmischungen für Kuchen oder Brot geeignet, die meist Reis- und Maismehl enthalten. Die Mischung sollte ein Bindemittel enthalten oder separat ergänzt werden.

Kann ich Spätzle auch ohne Eier machen?

Ja, das ist möglich. Als Ersatz eignen sich z. B. Kichererbsenmehl, Apfelmus oder spezielle Eiersatzprodukte. Die Konsistenz des Teigs muss dann angepasst werden.

Wie lange halten sich glutenfreie Spätzle?

Frisch zubereitet schmecken sie am besten. Im Kühlschrank halten sie sich 1–2 Tage, lassen sich aber auch einfrieren und später aufwärmen.

Wie kann ich verhindern, dass die Spätzle zerfallen?

Ein ausreichend fester Teig und ein Bindemittel sind wichtig. Das Wasser sollte nicht sprudelnd kochen, sondern nur sieden.

Sind fertige glutenfreie Spätzle aus dem Handel eine Alternative?

Es gibt fertige Produkte, die als glutenfrei gekennzeichnet sind. Beim Selbermachen hast du aber volle Kontrolle über die Zutaten und die Zubereitung.

Über diesen Beitrag

Erstellt von
Redaktion
Veröffentlicht
23. September 2026
Zuletzt redaktionell geprüft
5. Oktober 2026
Quellenstand
Oktober 2026
Quellenbasis
  • S2k-Leitlinie Zöliakie (AWMF/DGVS)
  • Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG)
  • Verordnung (EU) Nr. 828/2014 (Glutenfrei-Kennzeichnung)

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien und zu den Quellen.

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