Dermatitis herpetiformis: Definition und Zusammenhang mit Zöliakie · https://zoeliakieinfo.de/lexikon/dermatitis-herpetiformis/
Kurz erklärt
Dermatitis herpetiformis ist eine chronische, juckende Hauterkrankung mit kleinen Bläschen, die häufig bei Menschen mit Zöliakie auftritt. Sie gilt als Hautmanifestation der Zöliakie und zeigt eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten an.
Dermatitis herpetiformis ist eine spezielle, chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie äußert sich durch stark juckende, kleine Bläschen und Rötungen, meist an Ellenbogen, Knien, Gesäß oder am Rücken. Die Erkrankung wird auch Morbus Duhring genannt und ist nicht ansteckend.
Ursache der Dermatitis herpetiformis ist eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten, ähnlich wie bei der Zöliakie. Das Immunsystem reagiert auf Gluten mit einer Entzündungsreaktion, die sich bei Betroffenen nicht nur im Darm, sondern auch an der Haut zeigt. Deshalb wird Dermatitis herpetiformis als Hautform der Zöliakie betrachtet. Fast alle Menschen mit Dermatitis herpetiformis haben auch eine Zöliakie, oft ohne typische Magen-Darm-Beschwerden.
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus Hautbiopsie und speziellen Antikörpertests. Eine glutenfreie Ernährung ist die wichtigste Behandlung. Sie führt meist dazu, dass die Hauterscheinungen langfristig zurückgehen. Medikamente können in der Anfangszeit helfen, den Juckreiz zu lindern, ersetzen aber nicht die glutenfreie Ernährung.
Wer an Dermatitis herpetiformis leidet, sollte sich ärztlich beraten lassen. Die Erkrankung ist ein Hinweis auf eine zugrundeliegende Zöliakie, die ebenfalls behandelt werden muss. Mehr Details zu Symptomen, Diagnostik und Therapie findest du im Artikel zu Dermatitis herpetiformis und Zöliakie.
Über diesen Beitrag
- Autor:in
- Redaktion
- Veröffentlicht
- 28. August 2026
- Quellenbasis
- S2k-Leitlinie Zöliakie (AWMF/DGVS)
- Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG)
- ESPGHAN-Leitlinie Zöliakie
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien und zu den Quellen.




